Ursula Althof-Kruse
Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie
‐ Psychotherapie ‐

Nimm dir Zeit, um froh zu sein;
es ist die Musik der Seele

- aus Irland

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Bewegungsstörung

Bewegungsstörungen werden in ihrem Auftreten zwischen stereotypen und zerebralen Bewegungsstörungen unterschieden.

Die stereotype Bewegungsstörung zeigt sich durch wiederholte und nahezu gleichförmige Bewegungsabläufe der Hände, des Kopfes oder auch des gesamten Körpers. Stereotypien können sich als Kopfschaukeln, Körperschaukeln, Haaredrehen, Haarezupfen oder auch als Händeklatschen bemerkbar machen. Stereotype Bewegungsstörungen treten auch in der Form der Selbstverletzung auf.
Stereotype Bewegungsabläufe sind im Säuglingsalter und auch noch im Kleinkindalter keine Seltenheit, nehmen jedoch in der Häufigkeit des Auftretens mit zunehmendem Alter ab. Eine pathologische stereotype Bewegungsstörung kann jedoch in jedem Lebensalter einsetzen. Zumeist ist sie eine Reaktion auf ein einschneidendes Erlebnis. Bei Patienten mit vorausgehenden Entwicklungsstörungen kann eine stereotype Bewegungsstörung durch eine schmerzhafte körperliche Erkrankung ausgelöst werden.
Stereotype Bewegungsstörungen müssen nicht zwingend stationär behandelt werden. Abhängig vom Selbstgefährdungspotential, der Grunderkrankung und den Behandlungserfolgen ist eine ambulante Behandlung möglich.

Zerebrale Bewegungsstörungen

Zerebrale Bewegungsstörungen werden auch z.B. infantile Zerebralparese genannt und ist eine Folge einer Hirnschädigung, die vor, während oder nach der Geburt entstanden ist. Zerebrale Bewegungsstörungen treten also schon in den ersten zwei Lebensjahren auf. Bei ihnen sind die motorischen Fähigkeiten eingeschränkt, was zumeist als spastische Lähmung auftritt. Anzeichen einer Erkrankung kann eine langsamere Entwicklung des Kindes sein, insbesondere ein späterer Beginn zu krabbeln, oder aber das Krabbeln oder Liegen erscheinen seltsam. Bewegungen scheinen nicht gezielt ausgeführt zu werden, das Gleichgewicht zu erlangen oder zu halten ist für das Kind ein Problem. Es ist jedoch unbedingt notwendig in der Diagnose eine zerebrale Bewegungsstörung von einer durchaus auch möglichen Entwicklungverzögerung des Kindes zu unterscheiden. Eine Übungsbehandlung kann die Bewegungsstörung in unterschiedlichen Stärken beheben, eine völlige Heilung ist jedoch nicht immer möglich.