Ursula Althof-Kruse
Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie
‐ Psychotherapie ‐

Am Anfang der Niederlage steht die Flucht

- aus dem Midrasch

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Schwindel / Schwäche

Schwäche, Schwindel, Kreislaufkollaps können Anzeichen eines Wassermangels sein. Da das Gehirn zu 90% aus Wasser besteht, kann, wenn der tägliche Wasserverbrauch unseres Körpers nicht durch Trinken ausgeglichen wird, es seine notwendigen Aufgaben nicht mehr erfüllen. Allerdings ist bei geringer Wasseraufnahme nicht nur das Gehirn direkt vom Wassermangel betroffen, sondern auch indirekt: Wichtige, zur Funktion des Gehirns notwendige Stoffe werden bei Wassermangel nicht zum Gehirn transportiert.
Die Konsequenzen von geringer Wasseraufnahme machen sich meist erst am Folgetag bemerkbar, und werden meist von dem Betroffenen selbst nicht richtig gedeutet: Gedächtnisstörungen und Sprachschwierigkeiten können ein Anzeichen sein. Eine einmalige Aufnahme von großen Flüssigkeitsmengen z.B. durch das sofortige und völlige Austrinken einer Flasche Wasser wirkt also gegen die bereits aufgetretenen Merkmale des Flüssigkeitsmangel nicht.

Jedoch ist ein mehrmaliges Auftreten von Schwindel oder Schwächegefühle nicht leicht zu nehmen. Erst recht nicht, wenn diese Anzeichen vom Betroffenen selbst nicht wahrgenommen werden. Denn außer Flüssigkeitsmangel kann hinter Schwäche und Schwindelgefühlen auch ein neurologisches oder psychisches Problem verborgen sein.