Ursula Althof-Kruse
Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie
‐ Psychotherapie ‐

Die wahre Lebenskunst besteht darin,
im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.

- Pearl S. Buck

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ADHS - Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

ADHS ist die Abkürzung für Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, manchmal auch als Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom bezeichnet. ADHS wird auch ADS abgekürzt.
ADHS ist eine Erkrankung der Psyche, die im Kindesalter beginnt. Es sind etwa 3-10% aller Kinder, die Symptome des ADHS zeigen, wobei bisher davon ausgegangen wurde, daß Jungen dreimal häufiger betroffen sind. Jedoch scheinen geschlechtspezifische Unterschiede in der Diagnosehäufigkeit vom Beobachterschwerpunkt abzuhängen. 30-60% der erkrankten Kinder zeigen die Symptome auch im Erwachsenenalter.

ADHS Symptome/Diagnose

ADHS-Patienten werden als leicht ablenkbar und mit geringem Durchhaltevermögen, sowie mit einem leicht aufbrausendem Wesen beschrieben, die zum Handeln ohne nachzudenken neigen. Diese Symptome werden häufig in Verbindung mit einem besonderen körperlichen Aktivitätsdrang, der Hyperaktivität beschrieben.
Ursache der Erkrankung sind in genetischen, psychosozialen Faktoren und Umweltbedingungen zu finden.

ADHS Therapie

Eine Heilung von ADHS ist derzeit nicht möglich, das Leiden des Patienten ist aber sehr wohl reduzierbar. Dazu können unterschiedliche Therapien hilfreich sein.Häufig sind Therapiekombinationen notwendig. ADHS äußert sich in unterschiedlich schwer ausgeprägten Symptomen, daher ist eine allgemeine Behandlung eines ADS-Patienten nicht möglich, die Therapie muß auf den Patienten abgestimmt werden. Häufig treten mit dem ADHS Neben-Problematiken wie Ehe-Schwierigkeiten auf, die ebenfalls therapiebedürftig sind.
Die Behandlung des ADH Syndroms erfolgt mehrgleisig, einmal durch medikamentöse Intervention, zudem durch unterschiedliche therapeutische Ansätze, wie Psychotherapie, Familien- und Verhaltenstherapie. Auch Gesprächs-, Gestaltungs- und Arbeitstherapie können ebenso wie Entspannungstherapie eine hilfreiche Ergänzung darstellen.

ADHS Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen sind manchmal der erste Anlaufpunkt, bevor ein von ADHS Betroffener den Gang zum Arzt wagt. Oft wird mit diesem Schritt gewartet, bis der Leidensdruck sehr hoch ist, da Angst oder Schamgefüle im Vordergrund stehen.
Viele Patienten finden auch zusätzliche Unterstützung in einer ADHS Selbsthilfegruppe. Neben Erfahrungsaustausch helfen oft Gespräche mit anderen von ADHS Betroffenen und auch das Gefühl nicht alleine mit ADHS fertig werden zu müssen.

Weitere Informationen zum Thema Selbsthilfegruppen in Münster: Selbsthilfegruppen in Münster