Ursula Althof-Kruse
Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie
‐ Psychotherapie ‐

Gestern ist vergangen,
Morgen ist fern:
Also leb heute.

- Pythagoras

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Magersucht (Anorexia nervosa)

Magersucht wird auch Anorexia nervosa oder Anorexia mentalis genannt und bezeichnet eine psychische Störung, die zum Bereich der Eßstörungen gehört. Magersucht tritt seltener auf als Bulimie, verläuft aber oft mit schweren Komplikationen. Zumeist sind junge Frauen betroffen, die sich selbst trotz bestehenden Untergewichts als "zu fett" wahrnehmen.
Eine solche gestörte Selbstwahrnehmung oder eine Körperschemastörung zeigt sich häufig in der Aufnahme von Diäten im Teenager-Alter, die nicht als einmalige selbst-therapeutische Maßnahme abgeschlossen werden, sondern von den Betroffenen weiter als Kontrollmechanismus über den Körper und das Leben verstanden werden. Betroffene erschließen sich ihr Selbstwertgefühl einzig über ihr Gewicht und die Fähigkeit, es kontrollieren zu können.

Anorexia: Soziale und berufliche Folgen

Bei einer solchen Konzentration bedeutet ein langwieriger Krankheitsverlauf nicht nur eine verminderte Nahrungsaufnahme (z.B. durch Appetitzügler) oder eine vorzeitige Nahrungsabgabe (z.B. durch Abführmittel, willentlich selbstverursachtes Erbrechen oder exzessiven sportliche Betätigung) sondern auch eine verstärkte Einschränkung des sozialen Umfeldes aus Beruf, Hobby, Privatleben, was der Gewichtskontrolle untergeordnet wird.

Folge: Mangelernährung

Außer den sozialen und psychischen Einschränkungen führt Anorexia nervosa durch den verminderten Zugang des Körpers zu Nährstoffen zu körperlichen Folgen wie Herz-Kreislauferkrankungen, Störungen im Blutbild, hormonelle Störungen die zu Unfruchtbarkeit, verringerte Libido u.ä. führen können, Osteoporose, Zahnerkrankungen u.ä.

Anorexia Therapie

Anorexia kann gut therapiert werden - durch die fachlich kompetente Betreuung eines Therapeuten ist oft sogar eine Heilung einer Anorexia nervosa möglich.